Fossilien-Börse 2017

Januar 31st, 2017

Fossilien-Börse in der Filderhalle in Leinfelden-Echterdingen am 25.und 26.3.2017

 

 

 

Die Fossilien-Börse 2017

Das herausragende Fossilien-Ereignis für 2017 :

 

Unsere 3. Fossilien-Börse findet am 25. und 26.3.2017 statt. Als Nachfolger der Petrefakta, die hier über 20 Jahre die Fossilienwelt begeistert hatte, hat die Freude an diesem größten Event seiner Art in Europa nicht nachgelassen.

Die Börse ist als Ausstellung ausschließlich mit Fossilien einmalig auf unserem Kontinent.

Es sind mehr Aussteller und Anbieter für Fossilien gemeldet, als in den Vorjahren. Die Teilnehmer sind international vertreten. So haben sich Händler und Sammler aus folgenden Nationen angemeldet, Spanien, Portugal, Frankreich, Belgien, Schweiz, Österreich, Italien, Ungarn, Tschechien, Polen, Russland, Großbritannien, Marokko und natürlich aus allen Regionen in Deutschland.

Angereichert wird die Veranstaltung durch Informationsstände des Staatlichen Museums Stuttgart., der paläontologischen Gesellschaft e.V, der Community „ Steinkern“, die Mineralien- und Fossilienfreunde Stuttgart e.V. zeigen das Präparieren von Fossilien. Die Börse ist ein Treffpunkt für Wissenschaftler und Sammler aus ganz Europa. Auch Laien erhalten durch das vielfältige Angebot aus aller Welt und Fossilien aus allen Erdzeitaltern einen sehr guten Überblick über die versteinerte Welt der letzten  600 Millionen Jahre.

Die Eintrittsregelung ist familienfreundlich gestaltet. Am Samstag haben wir von 10-18 Uhr geöffnet, Eintritt kostet € 5,– ( gilt auch für den Sonntag), am Sonntag haben wir von 10-16 Uhr geöffnet, Eintritt für diesen Tag alleine kostet € 2,–.

Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren haben freien Eintritt

Auf  Grund dieser Regelung wäre  ein Besuch der Börse auch für Schulklassen zu empfehlen.

Wir freuen uns auf alle Besucher  und versprechen ein reichhaltiges Angebot mit der Möglichkeit viele Fachgespräche mit Ausstellern und Sammlern und interessierten Laien zu führen.

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der homepage: www.fossilien-boerse.de

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Die Klassische Ammoniten Lokalität von Schlaifhausen

Januar 31st, 2017

Ammoniten aus Schlaifhausen

aus der Ammoniten Lokalität

 Ammonitenstufen Dactylioceras athleticum (SIMPSON, 1855) aus Schlaifhausen In Oberfranken, Bezirk Forchheim liegt Klassische Lokalität Schlaifhausen.
Diese Fundstelle der Ammoniten Äcker von Schlaifhausen erlangte vor allem durch den blühenden Handel mit optisch ansprechenden Ammonitenstufen aus der sogenannten „Dactylioceraten-Bank“ Berühmtheit. Schon in den 70’er Jahren waren eigentlich an jeder Ecke Handstufen mit Dactylioceras athleticum (SIMPSON 1855) aus dieser Fundstelle erhältlich. Damals wurden regelrechte Grabungen nach der „Dactylioceraten-Bank“ durchgeführt.
Es wird erzählt das einige Grundstückbesitzer auch mal ein und dasselbe Stück von Acker gegen einen Obolus zweimal zum Graben angeboten haben.

Ortsschild Klassische-Lokalität-Schlaifhausen

Entsprechend gering war wohl die Freude wenn anstatt der begehrten Ammoniten Bank nur Getränkedosen und Abraum am Boden der Grube ans Tageslicht traten. Das Interesse der Eigentümer der Äcker war wohl so groß das zeitweilig Polizeistreifen die Äcker bewachten.* (DER SPIEGEL 48/1974)
Heute sind große Funde auf den Äckern von Schlaifhausen eher unwahrscheinlich . Nach dem Ernten und Pflügen lassen sich jedoch noch immer Ammoniten finden.

Bemerkenswert ist die hohe Fossildichte und das meist ansprechende Erscheinungsbild der Funde.
Stratigraphisch gehört die Paläontologische Fundstelle Schlaifhausen in den Unteren Jura , Toarcium Lias Epsilon. Die Ammoniten Zone entspricht wohl hauptsächlich der Hildoceras bifrons zone.
Damat hat die Lokalität ein ähnlichen Alter wir der Posidonien Schiefer oder die Jurrasic Coast bei Whitby, England

Ammoniten Äcker Schlaifhausen
Von den Arten dominiert Dactylioceras athleticum (SIMPSON, 1855) seltener auch Dactylioceras commune (Sowerby 1815). Aber auch die Ammoniten- Gattungen Hildoceras, Pseudolioceras und Phylloceras sowie sehr selten auch Harpoceras sind zu finden. Belemniten sind keine Raritäten jedoch sind diese selten Sammelwürdig.
Zum Sammlen von Belemniten besucht man vielleicht doch lieber die ehemalige Tongrube Mistelgau.
Die Schlaifhausener Ammoniten Stufen gehören dank der starken Sammeltätigkeit heute zum Standartinventar vieler

Ammonit Dactylioceras athleticum (SIMPSON, 1855) aus SchlaifhausenMuseen und Privatsammlungen weltweit. Einige der dekorativsten Ammoniten Platten entstammen dieser klassischen Fossilien Lokalität. Jedoch sind Prachtstücke aus Schlaifhausen heute eher selten, wenn dann zumeist aus Altsammlungen verfügbar.  Die Ammoniten Lokalität von Schlaifhausen ist der Klassiker unter den Fundstellen. Und ein Dactylioceras aus Schlaifhausen ist der Klassiker unter den Ammoniten.

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3. Trilobitentagung an 08. bis 09.10.2016 im Museum für Naturkunde in Berlin

Juli 3rd, 2016

Die dritte Trilobitentagung kommt !
Am 08.10.2016 ist es endlich wieder soweit, eine Fachtagung über Trilobiten.

3. Trilobitentagung an 08.bis 09.10.2016 im Museum für Naturkunde in Berlin

3. Trilobitentagung an 08.bis 09.10.2016 im Museum für Naturkunde in Berlin

Zusammen mit der Fachgruppe Paläontologie am MfN Kulturring in Berlin e.V.,  Kulturbund Treptow wird Michael Zwanzig dieses Jahr wieder die außerordentlich erfolgreiche Trilobiten- Tagung organisieren.

 

 

 

 

 

Schon 2009 wurde im Naturkundemuseum in Berlin veranstaltet.

(Michael Zwanzig auf der ersten Trilobiten Tagung (2009) im Naturkundemuseum in Berlin)

(Michael Zwanzig auf der ersten Trilobiten Tagung (2009) im Naturkundemuseum in Berlin)

Dieses Jahr wird der Hauptvortrag von niemand anderen als Prof. Dr. Richard A. Fortey über die Lebensweise der Trilobiten gehalten. Dr. Fortey ist unter anderem Autor des Bestsellers „Trilobiten! Fossilien erzählen die Geschichte der Erde“
Die Trilobiten Tagung dürfe für alle Fossiliensammler ein interessantes Tagungsprogramm in einer ansprechenden Örtlichkeit bieten. Für Trilobitensammer ist diese Tagung praktisch ein Pflichtevent.
Die Tagungsgebühren sind zudem mit nur 20,00 EUR absolut sozial. Ermäßigte zahlen sogar nur 10.00 EUR.
Weitere Infos finden Sie auf http://trilobiten.net/

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Fossilien Börse 2016 in der Filderhalle

März 16th, 2016
Fossilienbörse 2016

Die Fossilienbörse 2016 am 19. & 20.03.2016

 

Nur noch wenige Tage bis zu dem Fossilien-Ereignis des Jahres 2016. Aussteller aus ganz Deutschland und Europa zeigen ein breites Spektrum der Fossilien aus aller Welt. Die Börse wird oft als Petrefakta oder auch Nachfolger der Petrefakta bezeichnet.
Die Filderhalle als Ausstellungsort für Fossilien hat eine Tradition von über 20 Jahren. In diesem Jahr sind mehr Aussteller, als in den Vorjahren, auf dieser Börse vertreten.
Mit Fug und Recht kann behauptet werden,dass dies die größte NUR –Fossilien-Börse in Europa ist.
Abgerundet wird die Veranstaltung durch besondere Informationsstände:Das staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart gibt Fachberatung und ist mit Büchern und Informationsbroschüren vertreten, die Paläontologische Gesellschaft e.V. gibt fachkundige Auskünfte, die Stuttgarter Mineralien- und Fossilienfreunde e.V. zeigen Schaupräparationen von Fossilien und die Community „Steinkern.de“ spricht viele Fossiliensammler und Wissenschaftler an .
Die freundlich gestalteten Eintrittspreise laden sicher zu einem Besuch ein: Samstag 19.6.16  € 5,- ( Die Karte berechtigt auch zum Besuch am Sonntag ), Sonntag 20.6.165 = € 2,-.
Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben an beiden Tagen freien Eintritt.

www.fossilien-boerse.de

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Fossilien-Kalender 2016.

Dezember 18th, 2015

Sofort lieferbar: Der Fossilien-Kalender 2016.

Fossilien-Kalender 2016

 

 

Den Fossilien Kalender gibt es seit dem Jahre 2009.

Es ist sozusagen ein hochwertiger Fossilien Bilderband für die Wand welcher Sie durch das Jahr begleitet. Der Kalender zeichnet sich durch die hervorragende Qualität der Abbildungen sowie auch durch gründliche Beschreibungen mit reichhaltigen Hintergrund-Informationen aus.

Sie können den Fossilienkalender unter anderem bei Fossilien.de oder natürlich auch bei Trifoss.com bestellen.

2016_Kalender_a 2016_Kalender_b

Sofort Lieferbar.

 

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24. Fossilien- und Mineralienbörse in Rendsburg

August 25th, 2015

Fossilien- und Mineralienbörse in Rendsburg am 13. September

 

Auf Tauchfahrt in die Erdgeschichte

Am Sonntag, den 13. September, findet von 10-16 Uhr in der Nordmarkhalle Rendsburg, Willy-Brandt-Platz 1, bereits zum 24. Mal eine Fossilien- und Mineralienbörse statt. Die größte Sammlerbörse Schleswig-Holsteins ist inzwischen weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und ein beliebter Treffpunkt für Sammler und Stein-Begeisterte aus ganz Norddeutschland und Dänemark.

Durften Sie schon einmal einen echten Meteoriten in der Hand halten? Sein Gewicht ist beeindruckend. Oder haben Sie schon einmal einem Hai auf den Zahn gefühlt? Mit rund 50 Millionen Jahre alten Haizähnen kann man heute noch Papier schneiden. Urzeit-Feeling in der Nordmarkhalle. Als Besucher tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Steine und erleben die unfassbaren Dimensionen der Geologie hautnah.

Rund 40 Aussteller präsentieren prachtvolle Fundstücke aus allen Kontinenten. Uralte Versteinerungen, eindrucksvolle Kristallstufen, wunderschöne Mineralien, Opale, Bernstein, Meteorite, Steinzeitwerkzeuge, Conchylien, Strandsteine, Modelle prähistorischer Tiere, Literatur und Sammlerbedarf wie Geologenhämmer und Lupen werden hier zu finden sein. Am Informationsstand können Besucher eigene Funde bestimmen lassen. Hier gibt es auch Hinweise auf Sammlergruppen in Schleswig-Holstein – denn unter Gleichgesinnten läßt es sich am besten fachsimpeln. Zahlreiche Aktionen laden zum Mitmachen ein: Kinder können Bernstein schleifen und sich so ein eigenes Schmuckstück herstellen, Specksteine bearbeiten, Ritzzeichnungen von Eiszeittieren anfertigen, unter fachkundiger Anleitung echte Fossilien präparieren und vieles mehr. Und jedes Kind bekommt am Info-Stand sogar einen edlen Trommelstein oder einen versteinerten Haifischzahn geschenkt.

Mit dabei sind in diesem Jahr u.a. der Küstenexplorer des Wachholtz-Verlages, das Schleswig-Holsteinische Eiszeitmuseum, der Urzeithof in Fehrenbötel, Geo Goes School und das Geotanium Gettorf.

Egal ob Hobbysammler, Stein-Interessierter, Strandwanderer, Fossilienjäger oder Kristallbegeisterter, in Rendsburg gibt es für jeden etwas zu bestaunen. Steinespaß für Groß und Klein ist garantiert.

Der Eintritt kostet 2,- Euro. Kinder bis 16 Jahre, Schüler und Studenten sind frei.

Informationen für Besucher und Aussteller gibt es auf www.boerse-rd.de.

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Ediacara Fossilien aus der Arkhangelsk Region

Juli 31st, 2015

Einige Ediacara Fossilien von der Weißmeer Region:

 

Aus Russland werden in letzter Zeit fantastische Ediacara Fossilien vom Weißmeer (White See) angeboten. Eine der interessanten Lokalitäten im Vendium / Ediaccarium befindet sich am Flussufer des Solza River, nahe der Stadt Severodvinsk, etwa 5 Km südlich dem Damms. Andere Aufschlüsse befinden sich Karakhta River, etwa 2 km flussaufwärts von der Straße von Severodvinsk nach Onega. Oder an der Küste der Weißen See nahe des Leuchtturms von Zimnegorsk.

Karte Weißmeer, Arkhangelsk Region zeigt den Solza River. Lokalitäten im Vendium / Ediacarium.

Karte Weißmeer, Arkhangelsk Region und den Solza River. Mit Lokalitäten von Ediacara Fossilien. Based on https://commons.wikimedia.org/wiki/File:White_Sea_map.png adapted under GNU Free Documentation License.

Paläogeographisch sind die Schichten wohl zur östlichen Flanke des Baltischen Schildes zu stellen.
Stratigraphisch werden die Fossilien meist der Verkhovka Formation mit einem alter von etwa 600 Millionen Jahren zugeordnet.  Öffners wird auch die Ust Pinega Formation  (Valdai serries, Redekino Horriziont) angegeben.

Jedoch ist die stratigraphische Gliederung in der Literatur recht uneinheitlich wie die folgende Tabelle zeigt.

Das Vendium / Ediaccarium der Weißmeer Region

(East European Platform)

Kalberg, 1590 Krivtsov, 1958 Solontsov et al., 1970 Stankovsky, 1965 – 1985 Grazhdankin 2003
Yagry Fm. Lyubim Fm. Mezen Fm. Mela Beds Erga
Formation
Zimnie Gory Fm. Eophyton Beds Erga Beds
Blue Clay Ust Pinega Fm. Kizhmol Sub Fm. Ust Pinega Fm. Zimnie Gory Beds Zimnie Gory Fm.
Super-Laminarites Beds Vaizitsa Beds Verkhovka Fm.
Laminarites Fm, Syuzma Beds
Verkhovka Fm. Teksa Sub Fm. Verkhovka Beds
Arkhangelsk Fm. Ust-Pinega
Formation
Arkhangelsk Beds Lyamtsa Fm.
Lyamtsa Fm. Lyamtsa Sub Fm. Lyamtsa Beds
Tamitsa Beds


Dies ist lediglich eine vereinfachte Korrelation nach Grazhdankin, 2003. Sokolov & Fedonkin, 1985 sind hier nicht aufgeführt, jedoch wird auch dort ein Alter von ca. 600 Mill. Jahren für die Ust Pinega Fm. angegeben.

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Fossilien-Börse in der Filderhalle (anstelle der abgesagten Petrefakta)

Januar 15th, 2015

Die Messe für Fossilien :

Fossilien-Börse in der Filderhalle

Fossilien-Boerse_in der Filderhalle

Es hat sich ja vielleicht schon herumgesprochen: Leider hat der bisherige Ausrichter die „Petrefakta 2015“ abgesagt.

Dennoch wird Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart auch dieses Jahr attraktives Ziel für uns Fossiliensammler bleiben:
In Zusammenarbeit mit der Filderhalle wird in neuer Initiative die „Fossilien-Börse“ am letzten März-Wochenende steigen.

Auf der Homepage der Börse kann man weitere Informationen einsehen:

http://www.fossilien-boerse.de

Man darf sich auf viele vertraute Anbieter freuen, und wird sicher auch manchen neuen Aussteller in der Filderhalle entdecken können!

Das Aussteller Verzeichnis der Fossilien Börse 2015 finden Sie hier:
http://www.fossilien-boerse.de/aussteller-verzeichnis.php#Besucher

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Über eingesetzte und scheinbar eingesetzte Trilobiten aus Utah.

Juni 9th, 2014

Das Trilobiten oder andere Fossilien ohne ansprechende Matrix aus ästhetischen gründen mitunter in Fremdmatrix eingesetzt werden ist allgemein bekannt. Oft stimmt der erste Eindruck, jedoch nicht immer.

Hier ist ein Beispiel anhand eines Trilobiten der Art Modocia typicalis aus der Marjum Fm. in Utah.

Modocia typicalis aus der Marjum Fm. Modocia typicalis aus der Marjum Fm. Modocia typicalis aus der Marjum Fm.

Dieser Trilobit wurde eindeutig in eine Fremdmatrix eingesetzt. Das Ergebnis nach dem entfernen des Trilobiten aus der Fremdmatrix überrascht nicht. Jedoch rechtfertigte in diesem Fall die Qualität des Trilobiten den Aufwand. Vor allem da jetzt der Trilobit selber absolut authentisch ist.

Auch dieser Trilobit der Art Altiocculus harrisi  ist scheinbar in die Matrix eingesetzt.

Altiocculus harrisi (Robison, 1971) Altiocculus harrisi (Robison, 1971) Altiocculus harrisi (Robison, 1971)

Um den Trilobiten zeigt sich eine verdächtiger Spot aus Spachtelmasse mit auffälligen Luftblasen.
Der Fall scheint zunächst eindeutig.

Altiocculus harrisi (Robison, 1971) Altiocculus harrisi (Robison, 1971) Altiocculus harrisi (Robison, 1971)

Nach dem Auflösen des Kunstharzes in Aceton sowie der vorsichtigen Reinigung des Trilobiten mit dem Feinstahlgerät zeigt sich die Überraschung. Der Trilobit gehört zweifelsfrei in diese Matrix. Die Strukturen an der Unterseite des Trilobiten lassen den Trilobiten regelrecht  in die Mulde einrasten. Wie ein Schlüssel ins das Schloss.

Altiocculus harrisi (Robison, 1971) Altiocculus harrisi (Robison, 1971) Altiocculus harrisi (Robison, 1971)

Daher wurde der Trilobit wieder sorgfältig in der Matrix fixiert und die Matrix um den Trilobiten versäubert. Das Ergebnis spricht für sich und ist in jeder Hinsicht eine positive Überraschung.
Auch bei Trilobiten und anderen Fossilien kann der erste Eindruck manchmal täuschen.

Es wird vermutlich für immer ein Rätsel bleiben weshalb um den Trilobiten mit Kunststoffspachtel gearbeitet wurde.

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Dudley – Fossilien mit Geschichte

Januar 27th, 2014

Totgesagte leben länger.

So auch die klassische Fossilien Lokalität von Wren’s Nest bei Dudley.

Der Steinbruchbetrieb bei Dudley reicht sehr weit zurück. In Bezug auf Fossilien errichte der Steinbruch von Dudley bereits in 18. Jahrhundert eine gewisse Berühmtheit. Den Steinbrucharbeiter muss wohl ein spezielles Fossil besonders aufgefallen sein. Es handelt sich um den Trilobiten Calymene blumenbachii welcher auch als Dudley Bug* oder Dudley Locust bekannt ist (*zu Dt. Dudley Käfer) Zu dieser Zeit wurde schon mit Fossilien aus dem Steinbruch ein recht reger Handel betrieben.

Calymene blumenbachii BRONGNIART, 1822Kettneraspis deflexa (Lake, 1896)Clematocrinus retiarius (Phillips in Murchison 1839)Acaste downingiae (MURCHISON, 1839)Balizoma variolaris (BRONGNIART, 1822)Acanthopyge hirsuta (FLETCHER, 1850)

Selbst historische Trilobiten – Fälschungen sind aus Dudley bekannt.

(http://geologymatters.org.uk/collections/getrecord/WAGMU_GL612/)

Viele der Historischen Fossilien aus Dudley sind nur aufgrund des Sammel- und Handelswertes geborgen worden und stehen somit der Nachwelt noch zu Verfügung.

Selbst heute tauchen aus dem Nachlass alter Privatsammlungen Fossilien aus Dudley auf. Oftmals lassen sich diese Exponate mit moderner Technik etwas zu präparieren.

Der Geowissenschaftliche Wert der Lokalität Dudley wurde erstmals richtig durch Roderick Impey Murchison in Jahre 1839 beschrieben.

Es wurden in Steinbruch bis zu 20.000 Tonnen Kalkstein in Jahr gebrochen bevor der Steinbruchbetrieb in Jahre 1925 offiziell eingestellt wurde.

Der Dudley Bug zierte das Wappen der Stadt bis zum Jahre 1974.

Wren’s Nest wurde in Jahre 1956 als erstes Naturschutzgebiet für Geologie in Großbritannien erklärt.

Dudley nodular-beds-memberDudley no hammersFossile Wellenrippel Marken in Dudley

Heute durchläuft ein Wanderpfand den parkartig überwucherten ehemaligen Steinbruch.

Deutlich sind die Riffschuttkalke des „Nodular beds member“ als sanfte Hügel sichtbar. Aus ihnen werden langsam durch Verwitterung unzählige Kleinfossilien ausgewaschen.

Das auflesen solcher Funde ist auch nicht verboten. Untersagt ist jedoch selbstverständlich jeglicher Abbau oder Einsatz von Werkzeugen. Ein dezentes Schild weist ein mit „No Hammers“ freundlich darauf hin.

Es sind auch noch sehr großflächig Wellenrippel Marken erhalten. Scheinbar wird hier ein überwuchern durch Vegetation verhindert.

Also Besuch lohnt sich also allemal.

Die klassische Fossilien Lokalität von Dudley ist ein hervorragendes Beispiel wie eine geschützte Lokalität dennoch lebendig sein kann.

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